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الإثنين 06 يناير 2014, 10:17
Die Suche nach dem neuen Selbstbild
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Selten lag eine deutsche Partei so am Boden wie die FDP nach der Wahl im September. Schadenfreude und Schmäh-Bekundungen gab es reichlich. Der neue FDP-Chef Lindner will die Partei heute auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart wieder aufrichten.


Von Daniel Bauer, HR, ARD-Hauptstadtstudio Berlin


Kurz nach der Bundestagswahl-Katastrophe hat Christian Lindner einen Satz gesagt, über den man ein bisschen nachdenken kann. Der neue FDP-Chef hat nämlich gesagt: "Wir sind also aus dem Bundestag ausgeschieden, aber nicht aus der deutschen Politik."






Fühlt sich die FDP jetzt eigentlich klein?
D. Bauer, ARD Berlin 
03.01.2014 12:56 Uhr

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Die Frage ist nur: Was heißt das? Muss es denn für eine Partei, die Deutschland länger als jede andere mitregiert hat, nicht der Mindestanspruch sein, im Bundestag zu sitzen? Einfach so in der APO Politik machen, wie die Piraten und die AfD und die Anarchistische Pogo Partei? Das ist jedenfalls nicht die Art von Politik machen, die Lindner meint.
Die FDP will und muss in vier Jahren wieder in den Bundestag einziehen. Die Zeit bis dahin soll möglichst bald als Betriebsunfall in die Parteigeschichte eingehen. Und so lange will man zumindest so tun, als gehöre man noch dazu, zu den Großen im Berliner Regierungsviertel, wo man ja auch die hübsche Parteizentrale im Thomas-Dehler-Haus behält.
Berliner Betrieb am Laufen halten
Lindner kennt den Berliner Betrieb gut genug, um zu wissen, dass sich rund um den Reichstag virtuelle Kreise ziehen, die immer größer werden. Und je weiter man vom Reichstag weg ist, umso unwichtiger ist man. Den Berliner Betrieb am Laufen halten müssen jetzt zwangsläufig die Landeschefs. Also Lindner selbst oder sein Vize Wolfgang Kubicki.
Und natürlich auch Nicola Beer wird als Generalsekretärin öfter von Wiesbaden an die Spree fliegen, um das bundespolitische Profil zu wahren. Das Dehler-Haus wird also ein bisschen wie ein Schloss, in dem immer irgendwo ein Licht brennen muss, sonst denken die Dorfbewohner am Ende noch, das Gespenst sei ausgeflogen.







Als hätte es den 22. September nie gegeben ...
Natürlich wollen die Liberalen wieder sympathischer werden, selbstbewusster und sich mit neuem Spitzen-Team weniger zanken, aber im Grunde will man weiter so auftreten, als hätte es den 22. September nie gegeben. Auch das meint Lindner, wenn er sagt, die FDP sei nicht aus der deutschen Politik ausgeschieden.
Und Lindner will mit diesem Satz noch etwas sagen. Auch inhaltlich heißt die Devise unter seiner Führung: Alles bleibt beim Alten.
Auf dem Sonderparteitag im November hat er die wichtigsten programmatischen Punkte klar gemacht. Der Markt schlage immer noch die Pfosten ein, an denen man das soziale Netz erst aufhängen könne. Das war so einer, hätte auch von Westerwelle stammen können, der das Image der Besserverdiener-Partei zwar nicht erfunden, aber immerhin perfektioniert hat. Lindner denkt ähnlich, ist aber schlau genug zu wissen, dass die FDP ihr sozialliberales Profil wieder aufpäppeln muss.
Auch beim anderen großen Thema bleibt Lindner auf Kurs. Keinen Zentimeter werde seine FDP auf die Eurokritiker von der AfD zugehen. Das hat er den Delegierten bei seiner Bewerbungsrede für den Parteivorsitz Anfang Dezember zugerufen und dafür jede Menge Applaus kassiert. Ein bisschen kurios, wenn man bedenkt, dass die schwarz-gelbe Koalition 2011 wegen des Mitgliederentscheids der FDP zum Euro-Rettungsfond fast zerbrochen wäre.




Sich größer machen, als man ist
Heute, wo man keine bundespolitische Verantwortung mehr hat, gibt sich die FDP in dieser Frage staatstragender denn je. Lindner und viele andere sind der Meinung, dass die Partei zuletzt weniger an Inhalten als an den falschen Personen gescheitert ist. Und mit "klein machen" scheitert man, diesen Schluss haben Lindner & Co aus der peinlichen Zweitstimmenkampagne gezogen.
Momentan gilt der Umkehrschluss: Wer Ziele erreichen will, muss sich größer machen, als er ist. Größer als 4,8 Prozent. Man muss so tun, als drehe man in Berlin noch am großen Rad. Dann rollt es einem vielleicht auch bald wieder vor die Füße. Oder anders gesagt: "Wir sind also aus dem Bundestag ausgeschieden, aber nicht aus der deutschen Politik."



المصدر: Arab Woorld


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